Fachkundige Beratung

20 Jahre am Verhandlungstisch: Durch Verhandlungen Vertrauen herstellen

19. März 2026

Im März stellen wir Konversationen mit Frauen in den Mittelpunkt, die die Zukunft der Werbung gestalten. In dieser Episode setzen sich Sarah Iooss, Director, Global Agency & Global Twitch Ads bei Amazon Ads, und Jessica Brown, Executive Director, Marketplace & Partnerships bei WPP Media, zusammen. In mehr als zwei Jahrzehnten saßen sich beide schon öfters am Verhandlungstisch gegenüber und haben so im Laufe der Zeit eine professionelle Bindung aufgebaut, die auf Vertrauen, Zusammenarbeit und gemeinsamen Einsatz basiert, um Werbetreibenden die besten Ergebnisse zu liefern.

Sarah Iooss, Director, Global Agency & Global Twitch Ads bei Amazon Ads, und Jessica Brown, Executive Director, Marketplace & Partnerships bei WPP Media

Sarah Iooss und Jessica Brown trafen das erste Mal 2007 aufeinander, in einer Zeit, als digitale Werbung noch in den Kinderschuhen steckte und oft nur als Nachtrag zu traditionellen Mediaplänen gesehen wurde, nicht als eigenständiges Medium. Sie arbeiteten ohne Handbuch und experimentierten in Echtzeit, während sich die Branche um sie herum weiterentwickelte. Dieser gemeinsame Pioniergeist beeinflusst noch heute, wie beide an ihre Arbeit herangehen, besonders in den Momenten, die sowohl eine Partnerschaft erfordern als auch eine Herausforderung darstellen. „Wir haben es zusammen geschafft“, erinnert sich Jessica. „Und ich denke, dass uns das noch immer verbindet.“

Nach mehr als zwei Jahrzehnten der Zusammenarbeit am Verhandlungstisch haben beide gelernt, dass Konflikte berufliche Bindungen stärken können, Grenzen Respekt schaffen und das neue Möglichkeiten für die kommende Generation sowohl Einsatz als auch Großzügigkeit erfordern.

Die schwierige Verhandlung, die Vertrauen herstellte

In all den Jahren, die sie zusammengearbeitet haben, gab es einen Moment, an den sie heute noch oft denken. Noch recht neu in ihrem Beruf prägte eine besonders intensive Verhandlung ihre zukünftige Zusammenarbeit. Während dieser Verhandlung merkten sie, dass sie auf dasselbe Ziel hinarbeiteten.

„Mir wurde klar, dass wir uns eigentlich für dasselbe einsetzen, nämlich ein besseres Ergebnis für das Unternehmen“, sagt Sarah. „Aufkommende Emotionen waren nur ein Ausdruck des Stolzes auf unsere Arbeit.“ Jessica sieht diesen Moment als entscheidend für ihre Zusammenarbeit an. „Diese Verhandlung bildete das Fundament für gegenseitiges Vertrauen.“

Wenn sie an diese Erfahrung zurückdenkt, so glaubt Sarah, dass man miteinander im Wettbewerb stehen und gleichzeitig gut zusammenarbeiten kann. „Obwohl wir an zwei Enden des Verhandlungstisches saßen, wollten wir doch irgendwie denselben Weg gehen.“

Lektionen für Führungskräfte

Eine Lektion, die beide bei ihrer beruflichen Laufbahn beherzigen, ist, dass Stärke zeigen und großzügig sein kein Widerspruch sein müssen. „Man kann einfühlsam und freundlich sein und trotzdem hart durchgreifen“, meint Jessica. „Man muss nicht ausfallend werden. Man muss andere nicht heruntermachen.“ Sarah teilt diese Einschätzung: „Man kann hart verhandeln, aber trotzdem auch großzügig sein.“

Seit mehr als zwei Jahrzehnten prägt diese Einstellung ihre Herangehensweise an schwierige Kampagnen bis hin zu wichtigen Entscheidungen, stets im Hinterkopf, was für den Kunden und die Arbeit das Beste ist. Jessica teilt diese Perspektive auch mit ihren Teams und erinnert sie daran, dass Wettbewerb und Zusammenarbeit nicht gegensätzlich sein müssen.

Ratschläge für Frauen, die eine Karriere in den Medien anstreben

Sowohl Sarah als auch Jessica haben konkrete Ratschläge für Frauen, die eine Karriere in der Werbung anstreben. Jessica findet deutliche Worte: „Wenn man Grenzen setzt, respektieren Leute diese. Ich arbeite selbst noch daran, aber ich habe gelernt, dass ich keine übermäßigen Erklärungen abgeben muss. Wenn ich deutlich mache, wie viel Zeit ich zur Verfügung stelle, dann respektieren Leute das.“ Sarah fügt auch hinzu, dass man sich bewusst Vorbilder suchen sollte. „Jemanden zu finden, der einen inspiriert und dem man nacheifern möchte, ist tatsächlich wichtig.“

Beide kennen die Herausforderungen, denen Frauen gegenüberstehen, wenn sie Karriere und Privatleben unter einen Hut bringen wollen. Wie Jessica es formuliert: „Es gibt kein Gleichgewicht, sondern eine Vermischung. Man kann nicht alles zu jeder Zeit sein, aber man kann alles nacheinander sein.“

Frauensport im Rampenlicht

Mit Blick in die Zukunft sieht Sarah die zunehmende Beliebtheit des Frauensports als eine der momentan aufregendsten Medienentwicklungen. Da die Zielgruppen wachsen und Investitionen zunehmen, priorisieren Werbetreibende Frauensport bei ihren Medienstrategien, und die Nachfrage nach Werbeinventar bei Ligen wie WNBA oder NWSL steigt.

Dieser momentane Auftrieb bietet neue Möglichkeiten für Werbetreibende, die mit interessierten Zielgruppen in Verbindung treten wollen. Auf Prime Video bringt Live-Sport – von großen Highlights bis hin zur wachsenden Bedeutung von Frauen-Ligen – die Fans näher an Athleten, Geschichten und Momente heran, die die Zukunft des Sports prägen.

„Ich finde es toll, was gerade im Frauensport passiert“, so Sarah. „Es freut mich, die Begeisterung und Aufmerksamkeit für Frauensport zu sehen.“ „Das ist etwas, was wir auch weiterhin ins Rampenlicht rücken sollten.“

Sehen Sie sich das vollständige Gespräch zwischen Sarah und Jessica an, um mehr über Karriere und dem Herstellen von Vertrauen über den Verhandlungstisch hinweg zu erfahren. Außerdem können Sie sich ein anderes Gespräch in dieser Serie zwischen Paula Despins und Melissa Burdick anschauen, in dem über Partnerschaft und Werbeinnovationen diskutiert wird.